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Neue Aura-Soma Equilibrium Farbkombination | 109

Magenta | Mittleres Olivgrün entstanden am 26. Juli 2011

Gedanken von Iris Rebilas

»Mann und Weib, und Weib und Mann, reichen an die Gottheit an.«
   
                                     Pamina und Papageno in »Die Zauberflöte« Wolfgang Amadé Mozart

 Text zur Flasche 109 als PDF-Download


»Die Zauberflöte« – ein Mysterienspiel

Mozarts wohl bekannteste Oper »Die Zauberflöte« handelt von der Wiederherstellung der verlorenen, harmonischen Verbindung zwischen den männlichen und weiblichen Kräften.

Wenn zum glücklichen Ende Tamino und Pamina als neues Herrscherpaar den Thron besteigen und Papageno seine ersehnte Papagena bekommt und mit ihr von »vielen, kleinen Kinderlein« träumt, ist die Hoffnung auf den Beginn einer besseren Zukunft für das Volk besiegelt.

»Die Zauberflöte« wird oft auch als Mysterienspiel bezeichnet. Mysterien – im Sinne von Geheimnissen, die durch Einweihungen mittels Prüfung erlangt werden und zu höheren geistigen Erkenntnissen führen? Oder Mysterien – wie sie das Kultspiel kennt, wenn Menschen wie in alten Zeiten, das Wesen der Gestirne des Himmels verkörpern und damit die kosmischen Gesetze im irdischen Leben huldigen?

Beides trifft auf »Die Zauberflöte« zu. Der Hohepriester Sarastro vertritt den männlichen Aspekt der Sonne, die Königin der Nacht den weiblichen des Mondes. Die Ausgangssituation in »Die Zauberflöte« entspricht einer Sonnenfinsternis.

Bei einer Sonnenfinsternis wird für kurze Zeit der Tag zur Nacht, und der weibliche Mond bestimmt das Geschehen. In der Handlung von »Die Zauberflöte« entsteht aus dieser Begegnung ein unversöhnlicher Zwist zwischen Sarastro und der Königin der Nacht, weil sie daraus einen dauerhaften Machtanspruch auf das Reich der Sonne erhebt. Dies aber ist gegen das kosmische Gesetz. Die himmlische Ordnung gebietet, daß allein die Sonne den Tag regiert.

Dennoch ist eine Sonnenfinsternis eine bedeutsame Begegnung von männlich und weiblich, die symbolisch-poetisch als Vermählung bezeichnet wird. Von der Erde gesehen vereinigen sich Sonne und Mond zu einem Himmelskörper. Als Höhepunkt steht am verdunkelten Himmel die Korona – die Krönung dieses einzigartigen Moments der Verschmelzung von männlich und weiblich. Wie im Himmel, so ist auch auf Erden diese tiefe Vereinigung durch körperliches Eins-Sein nur von kurzer Dauer. Doch es ist Austausch geschehen, ein sich ineinander Verströmen in wechselseitigem Geben und Nehmen und damit eine alles umfassende Erfahrung des anderen, bei der auch ein Teil des einen im anderen aufgeht.

So ist es zu verstehen, daß Pamina, Tochter der Königin der Nacht, sich in Sarastros Sonnenreich wiederfindet. Damit beginnt der lange und mühsame Weg des Prinzen Tamino und seines Reisegefährten Papageno. Im Auftrag der Mutter sollen diese beiden Pamina eigentlich aus Sarastros Tempel heraus zu ihr zurückführen. Die Reise entwickelt sich aber zur Einweihung in die  Mysterien von Sarastros Sonnentempel und besteht aus vielerlei Läuterungen und Prüfungen aller Beteiligten. Am Ende ist dem  Sonnenreich mit Tamino und Pamina ein neues Herrscherpaar geschenkt, welches Mann und Frau wieder gemeinsam in die Führungsposition bringt. Bei diesen Prüfungen galt es, Tugendhaftigkeit und Würdigkeit unter Beweis zu stellen. Jeder der Protagonisten wurde auf seine Verschwiegenheit, Standhaftigkeit und seinen Mut bis hin zur Todesbereitschaft auf die Probe gestellt.

Hierin zeigt sich die andere Bedeutung des Mysterienspiels – das Durchlaufen von Initiationen, die den Außenstehenden oder Unwissenden zum Eingeweihten und Wissenden über die Geheimnisse des Lebens machen – eine Ehre, die nur Auserwählten vorbehalten ist.


»Mann und Weib, und Weib und Mann, reichen an die Gottheit an.«

Die Textzeile, die diesem Artikel vorangestellt ist, ist Pamina, dem unerfahenen Mädchen, und Papageno, dem ewigen Narren, in den Mund gelegt. Ist es nicht bemerkenswert, daß die beiden diese essentielle Erkenntnis einander und dem Publikum zu einem Zeitpunkt kundtun, zu dem sie noch gar nicht mit den Lehren und Initiationen im Tempel in Berührung gekommen sind? Gewissermaßen sind sie damit schon am Ziel, bevor der eigentliche Einweihungsweg überhaupt beginnt. In dem wunderschönen Duett, in welchem die zitierte Textzeile den Schlußrefrain bildet, werden die liebevollen Gefühle zwischen Mann und Frau und Frau und Mann als das Edelste und die Liebe in ihrer beständigen, alles durchdringenden und alles verbindenden Kraft besungen – »sie wirkt im Kreise der Natur«. Mit diesem Duett zeigen Pamina und Papageno, daß sie bereits Wissende sind. Sie sind mit dem größten in der Schöpfung angelegten Gefühl vertraut, der Liebe, und sie erkennen es in der Natur und jedem ihrer Wesen. Mit dieser Weisheit sind sie gut gerüstet für die Prüfungen, in die sie beide unfreiwillig hineingezogen sind. Pamina wird sie von ihrer Liebe zu Tamino getragen durchstehen; bis hin zu der einzigen Prüfung, die sie bewußt auf sich nimmt, der letzten: die Feuer und Wasserprobe.  Papageno, als Mann den Regeln des Tempels nach zur Einweihung befähigt, wird sie abbrechen, weil er ängstlich ist, und weil es ihm einfach zu viel ist, denn, so sagt er über sich selbst: »Weisheitslehre ist meine Sache nicht; ich bin so ein Naturbursche…« und »warum muß ich mir mein Weibchen überhaupt erkämpfen, wenn mir die Götter doch eine Papagena bestimmt haben?«. Er weiß aus seinem tiefsten Inneren, daß er keine Erlaubnis oder Einweihung eines noch so hohen Hohepriesters braucht, um zu lieben.


Zusammenhänge zur neuen Aura-Soma Flasche

Die neue Aura-Soma Farbkombination 109 | Magenta/Mittleres Olivgrün steht in umfassendem Zusammenhang mit den bis hier angesprochenen Themen. Dabei ist es  zuerst einmal interessant, sich die Flasche 99| Hellolivgrün/Rosa und ihre Entstehungszeit in Erinnerung zu rufen.


 
Nicht nur, daß sie kurz vor der Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 entstand, die in so mancher Überlieferung als eine der bedeutsamsten in ihren Auswirkungen angekündigt war, sie ist quasi auch die farbliche Umkehrung der neuen Flasche. Mit anderen Worten: im Zeitraum seit der Sonnenfinsternis im Jahr 1999 haben sich Bewußtseinsschritte vollzogen, die das Innere nach Außen und Unbewußtes bewußt gemacht haben. Wie oben am Beispiel der Zauberflöte dargestellt, bringt eine Sonnenfinsternis, die Macht des weiblichen Mondes in das Tagesbewußtsein. Entsprechend zeigt sich mit dem Olivgrün in der oberen Hälfte der Flasche, die um die Zeit der Sonnenfinsternis von 1999 entstanden ist, das Prinzip der Führung durch die weibliche, fühlende Kraft, welches das Kernverständnis für diese Farbe ist. Das darunterliegende Rosa stützt das Olivgrün durch liebevolle Selbstakzeptanz. Olivgrün wird nun in der neuen Flasche zur tragenden Kraft für das darüberliegende Magenta, der Farbe, die den Menschen über sich hinaus in ein höheres Bewußtsein wachsen läßt. Intuition des Herzens, Fühlen, Sanftmut, innerste Begeg­nung und Mitempfinden bis hin zur Ver-
schmelzung mit dem Anderen sind die femininen Qualitäten, die sich mit dem Olivgrün ausdrücken. Sie sind in der Natur des Weiblichen angelegt und entspringen seiner Fähigkeit, mit einem neu heranwachsenden Leben eine Einheit zu bilden. Dementsprechend ist die weibliche Energie auch empfänglich für die verschmelzende Vereinigung mit dem männlichen, sich verströmenden Pol.

Aus solch einer herz- und gefühlsbetonten Verbindung entsteht die wahre Größe des Menschen, die sich über das Magenta ausdrückt. Auf allen Ebenen des Daseins, egal, ob in der inneren oder äußeren Begegnung von weiblich und männlich, wird er so zum Schöpfer neuen Lebens; wie zitiert: »Mann und Weib, und Weib und Mann, reichen an die Gottheit an«. Magenta ist die Farbe der größten Liebesfähigkeit des Menschen, jener Liebe, die dem Menschen bewußt macht, daß er mehr ist, als er selbst, eben nicht nur männlich oder weiblich, sondern beides und darüber hinaus auch noch das, was aus der Begegnung von beiden entsteht. Die Qualitäten der Farbe Magenta sind identisch mit den Prinzipien der Mutterliebe, die die Bedürfnisse des Neugeborenen im allerinnersten erfühlt, die sich schützend, nährend und bewahrend, sich dabei selbst aufopfernd dem neuen Leben, das ihr entsprungen ist, annimmt und es allzeit liebend begleitet. Magenta steht auch für den mehr väterlichen Aspekt dieser Liebe, die das Geliebte frei läßt, damit sich seine eigene Entwicklung entfalten kann, die es aber jederzeit mit offenen Armen wieder aufnimmt.

Von diesem Verständnis ausgehend ist die neue Aura-Soma Flasche ein wahrer Hoffnungsträger. Für unsere Zeit bedeutet sie, daß der Mensch bereit ist, sich mehr auf ein herz- und mitgefühlsbetontes Miteinander einzulassen, sich in der gemeinsamen Schöpferkraft von männlich und weiblich wiederzufinden und sich in fürsorglicher Eintracht verantwortlich um das Leben zu kümmern. Schlagworte unserer Zeit, wie »Nachhaltigkeit«, »umsichtiger Umgang mit Ressourcen«, »soziale Kompetenz« und »Rückanbindung an wahre Werte«, die alle im Thema der Verantwortlichkeit für kommende Generationen münden, finden so in Magenta/Mittleres Olivgrün ihre Bestätigung.


Mann und Frau – die Feuer-Wasserprobe

Mann und Frau – Sonne und Mond – Feuer und Wasser – im Ursprung sind sie unvereinbare Gegensätze, die aber durch Sublimierung ihres eigenen Elements zur Einheit gelangen und so gemeinsam Wunderbares erschaffen können. 

Diese Erhöhung oder Verfeinerung erleben Tamino und Pamina in »Die Zauberflöte« in den vorbereitenden Prüfungen, die zum Schluß zur letzten, sie vereinigenden Feuer- und Wasserprobe führen. Mit den Worten: »Ich selber führe dich, die Liebe leitet mich« übernimmt Pamina die Führungsrolle zuerst durch das männliche Feuer, dessen Wucht sie durch ihre Wasserkraft mäßigt, dann durch das Wasser, dessen tiefempfindende Qualität ihrem eigenen Element entspricht. Damit weiht sie Tamino in die wässrigen Urgründe der weiblichen Empfindsamkeit ein, und so werden die beiden das neue Herrscherpaar, auf das das Volk schon vor der Initiation mit den Worten »dann wird die Erde himmelgleich« alle Hoffnung gesetzt hatte.


Equilibrium – eine Feuer-Wasserprobe

Jede Aura-Soma Equilibrium Flasche besteht aus Öl/Feuer und Wasser und ist genauso eine Feuer- und Wasserprobe, wie sie Tamino und Pamina durchlaufen. Über die gewählte  und auf den Körper aufgetragene Farbkombination balanciert sie das Feuer- und Wasserelement des Benutzers und damit seine männlichen und weiblichen Energien.

Dabei ist der Benutzer gleichzeitig Einweihungspriester und Initiierter, denn über die Farbwahl bestimmt er seine Feuer- und Wasserprobe selbst. So wie die Benutzung einer Aura-Soma Flasche dem Weg durch Feuer und Wasser von Tamino und Pamina gleicht, so entspricht sie auch dem von Papageno. Dessen Sache ist ja die Weisheitslehre nicht, wie bereits zitiert. Er trinkt lieber den »himmlisch-göttlichen Wein« des »Herrn Sarastro«. Er ist eben ein Genießer, der das Leben von der Seite jeglicher Sinnesfreude zu nehmen weiß. Sinnesfreude pur ist auch jede Aura-Soma Flasche mit ihren Farben und Düften …und sagte nicht schon Vicky Wall, Begründerin von Aura-Soma, zu ihren Zeiten: »Aura-Soma ist alter Wein in neuen Schläuchen.«?

 

Inspiration zu Sarastros Sonnentempel von C. Sträter

Montage/Feuer-Wasserprobe aus Bildern von Fotolia:
© Nejron Photo, David Kneafsey, olly